Kampf gegen Repression der LehrerInnen des Sindh - Update

Wir erhielten diesen Bericht von den GenossInnen der Pakistan Trade Union Defence Campaign. Nachdem in der pakistanischen Provinz Sindh vergangene Woche Proteste gegen das Verbot der LehrerInnengewerkschaften ausgebrochen sind, weitet sich der Widerstand aus.

Trotz zunehmender Repression seitens des pakistanischen Staats dauert der Kampf gegen das Verbot der Lehrergewerkschaft des Sindh weiter an. Vergangenen Freitag, den 25. August, begingen die Lehrergewerkschaften des Sindh einen „Schwarzen Tag“, an dem sie den Betrieb aller Schulen und Hochschulen lahmlegten. Studentengewerkschaften unterstützten diese Aktion und beteiligten sich an den Protesten gegen die Privatisierung des Bildungssystems. In einem Treffen der Führungsgremien aller Gewerkschaften wurde entschieden, dass heute Montag Protestaktion in allen Städten des Sindh abgehalten werden würden, während der Boykott des Lehrbetriebs weitergehen würde.

Die Erziehungsministerin des Sindh, Hameeda Khoro, geht im Namen ihrer Regierung mit harter Hand gegen den Streik vor. Mehr als 50 LehrerInnen, die den Streik anführen, sind vom Dienst suspendiert worden. Dutzende weitere LehrerInnen wurden zwangsbeurlaubt.
Genossin Hameeda Ghangro, die sich im Kampf gegen die Privatisierung der pakistanischen Stahlwerke engagiert, besuchte jene LehrerInnen, die während der Proteste verhaftet wurden, und bekräftigte sie in ihrem Kampf gegen staatliche Unterdrückung. Sie diskutierte mit den LehrerInnen die Frage der Privatisierungspolitik und rief alle ArbeiterInnen auf, den Kampf gegen die Privatisierung des Bildungssystems mit jenem gegen den Verkauf staatlicher Betriebe wie den Stahlwerken zu verknüpfen.

Der marxistische Abgeordnete zur Nationalversammlung Manzoor Ahmed verurteilte indes die drakonischen Maßnahmen. In einem Fernsehinterview für den TV-Sender Geo Television kritisierte er am Abend des 24. August heftig das Verbot der Lehrergewerkschaft des Sindh.

Stündlich gewinnt die Bewegung an Kraft und weitet sich auf neue Gebiete aus. Gleichzeitig versucht sie der Staat mit allen Mitteln zu unterdrücken. Zeigen wir den pakistanischen KollegInnen, dass sie nicht allein sind!

Protestbriefe bitte an: Website für Briefe an Präsident Musharraf

Kopien an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , sowie an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

und

Botschaft der Islamischen Republik Pakistan
Hofzeile 13
A-1190 Wien
Tel: +43(1)3687381
Fax: +43(1)3671831

 

Wir sind ÖGB is powered by Joomla!®